Kaffeesteuer für fairen Kaffee abschaffen!

Gute Neuigkeiten im April

Foto: Fairtrade Deutschland
Foto: Fairtrade Deutschland

TransFair e.V. (Fairtrade Deutsch-land) informiert  über den Stand der Petition „Kaffeesteuer für fairen Kaffee abschaffen!”:

 Bundesminister Gerd Müller ist unserem Aufruf gefolgt und richtete einen Appell an Finanzminister Olaf Scholz die Steuererleichterung für fair gehandelten Kaffee umzusetzen!

Im Januar hatten wir dem Minister unsere Petition mit den Unterschriften von 15.000 Unterstützern übergeben. Jetzt trägt die Aktion Früchte! Dass Gerd Müller unsere Forderung jetzt an das Finanzministerium übergibt, ist eine große Chance für hunderttausende Kaffeebauern!

Der nächste politische Schritt könnte nun eine Kabinettsvorlage des Entwicklungsministers sein, um seine Kollegen zu überzeugen und Olaf Scholz zum fairen Handeln zu ermutigen. (Gesetze zur Mehrwertsteuer liegen in der Zuständigkeit des Bundesministeriums der Finanzen und damit beim Minister Olaf Scholz). 

Die Aktionsgemeinschaft Faire-Welt e.V. Weimar dankt allen, die mit ihrer Unterschrift dazu beigetragen haben, dass sozial und ökologisch nachhaltiger Kaffee vielleicht bald Alltag wird!

Weltgebetstag der Frauen 2018

Gottes Schöpfung ist sehr gut- Surinam

Jedes Jahr Völkerkunde pur, traditionell  vor dem internationalen Frauentag

 „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“ , das war das Motto des Weltgebetstages 2018

der Frauen aller Konfessionen in rund 170 Ländern am 2. März für ein kleines südamerikanische Land Surinam. In den Gottesdiensten gab es Landes-Informationen zu Surinam, außerdem wurde zum gemeinsamen Essen nach Rezepten der jeweiligen Küche sowie zum Singen  eingeladen. Interessant fand ich, dass u.a. weltweit die Spenden den jungen Frauen  von Surinam zu Gute kommen, die sich über die Stiftung Kulturu Krakti, z.B. mit der Herstellung von Naturkosmetik ein kleines Einkommen erwirtschaften, um ihre Abendschulbildung zu finanzieren.

Der Weltladen Weimar hat sich auch 2018 am Weltgebetstag beteiligt. So boten wir im Herdersaal Weimar eine Auswahl fair gehandelter Produkte an. Besonderes Interesse fanden bei den Besucherinnen die landestypischen Gewürze, die wir extra zu diesem Anlass im Angebot hatten.

Die Geschichte Surinames begann 3000 vor Christus, als die ersten Indios das Gebiet besiedelten. Als erster Europäer entdeckte Christoph Columbus 1498 die Küste vom Surinam. Der Regenwald bedeckt circa 80 % des Landes und ist Teil des Amazonas-Regenwalds. Aber die Flora und die Fauna des Regenwaldes sind von massivem  Raubbau durch Rodungen und Verschmutzung als Folge von circa 2000 bis 3000 legalen und illegalen Goldminen bedroht.

Surinam war eine Kolonie der Niederlande und ist seit 1975 unabhängig. Die meisten Einwohner leben an der Küste und davon 241.000 in der Hauptstadt Paramaribo.

Die ethnische Herkunft der Bevölkerung ist sehr heterogen, was sich auch in Religionszugehörigkeit und den Muttersprachen zeigt. Sie haben afrikanische, indische, europäische und chinesische Wurzeln. Nur wenig Indigene Völker/Ureinwohner haben bis heute überlebt. Die Wirtschaft des Landes ist extrem abhängig vom Rohstoffverkauf vor allem Bauxit, Öl, Gold und Tropenhölzer. Diese werden von Konzernen ausgebeutet und exportiert. Schwankende Preise auf den internationalen Märkten sind die Ursache für die schlechte wirtschaftliche Lage und zwingen deshalb viele Einwohner zum Auswandern. Im Jahre 2016 lebten in Surinam 558.368 Einwohner und laut der UN leben 268.000 im Land geboren Personen im Ausland.

Das einst gut ausgebaute Sozialsystem ist mittlerweile kaum noch finanzierbar und dass Gleichgewicht in der Gesellschaft gerät aus den Fugen. Das wurde besonders für Frauen und Mädchen zum Problem. In den Familien nimmt Gewalt gegen Frauen und Kinder zu. Vermehrt brechen schwangere Teenager die Schule ab. Frauen prostituieren sich aus finanzieller Not.

Deshalb der Appell der surinamischen Christinnen an die Weltgemeinschaft: . "Lasst uns nicht länger zögern, sondern alles tun, was wir können, um die Erde für diejenigen zu erhalten, die nach uns kommen!“

Nächstes Jahr wird über das Land Slowenien berichtet und Unterstützung für die Frauen des Landes organisiert. Text und Fotos: Heidrun Sedlacik

Aktuelles aus dem Verein

Jahresversammlung 2018 der Mitglieder und Freunde

Am 29. Januar trafen sich die Mitglieder und Freunde der AG Faire Welt e.V. zu ihrer Jahresversammlung im Resi. Der Vorstand gab Rechenschaft über die im letzten Jahr durchgeführten Projekte. So beteiligten wir uns am Tag der offenen Tür im Tierheim Weimar, organisierten Aktionen zum Weltladentag oder zum Fairen Handel. Wir konnten aus dem Überschuss des Weltladens wieder einige Spenden tätigen, wie an die Gesellschaft für bedrohte Völker, Netz e.V. Bangladesch, an Sucre (s.u.) oder das Berliner Missionswerk. Der Vorstand gab auch einen Bericht zu den Finanzen.

Die Mitglieder des Vereins nahmen die Berichte für 2017 an und entlasteten den Vorstand.

Im Anschluss diskutierten die Mitglieder und Freunde der AG neue Projekte für das Jahr 2018.

Grüße aus Bolivien

Wir unterstützen Taller Protegido in Sucre

Auch im letzten Jahr konnten wir die Behindertenwerkstatt  „Taller Protegido“ in Sucre mit unterstützen. Folgendes Schreiben erreichte uns:

 Im Namen unseres Vereins mochten wir uns beim Vorstand ihres bisher unter dem

Namen „Aktionsgemeinschaft Dritte Welt e. V.“ geführten Vereins  sehr bedanken. dass Sie sich entschlossen haben, auch in diesem Jahr das Ausbildungs-Stipendium für Gladis Leon Rodriguez in Höhe von 1000€ zu übernehmen. Es ist eine sehr große Hilfe, um die Fortführung der dreijährigen Weiterbildung gewährleisten zu können.

Dank der Ausbildungsstipendien für Gladis Leon und die beiden anderen Mitarbeiterinnen in Ausbildung im „Taller Protegido Sucre“ konnte die Qualität der therapeutischen Arbeit mit den Jugendlichen und Erwachsenen mit Behinderung sehr gesteigert werden. Die Auszubildenden konnten bereits an sehr vielen gut vorbereiteten Weiterbildungen teilnehmen. Das Erlernte können sie direkt bei der Arbeit mit den Menschen mit Behinderung umsetzen. 

Mit herzlichen Grüßen im Namen unseres Vereins „Verein zur Förderung behinderter Kinder und Jugendlicher in Südamerika e. V.“- Edda Reeh und Dr.Irmela Bütefisch

Weltladen Weimar                                  

Windischenstr.24              

99423 Weimar                      

 

 

03643 501576

weltladen-weimar@web.de

 

Öffnungszeiten:

Mo-Fr  12-18 Uhr

Sa   10-12.30 Uhr

 

 

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